03.10.2016 Vermehrer rastet aus

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WDR Team von belgischem Vermehrer bedroht:
Zonhovener rastet aus als Reporter tote und sterbende Welpen entdecken.
Zonhoven. Beim Hundezüchter/Händler dem die Webseite ikwileenpuppy.be gehört, ansässig in der Blookstraat in Zonhoven, ist es am Samstagnachmittag zu einem Zwischenfall gekommen. Ein TV-Team des deutschen Senders WDR, die momentan eine Reportage über Belgien als Transitland des illegalen Welpenhandels in Europa drehen, wollte sich einmal umschauen.
Als die Reporterin und ihre Übersetzerin einen toten und einen sterbenden Welpen entdeckten, rastete der Inhaber völlig aus. Er bedrohte sie mit einer Sichel, schmieß die Besucher auf die Straße und zerstörte die Apparatur des Tonmannes. Die Geschädigten haben Klage bei der Polizei in Hasselt eingereicht. Der Züchter, der schon in 2014 zeitweilig seine Erlaubnis verlor, bestreitet die Vorwürfe.
Die deutsche investigativ-Reporterin Kati Kolbe arbeitet derzeit an einer Reportage über Belgien als Transitland für illegale Welpen für den WDR. „In Belgien und den Niederlanden werden osteuropäische Welpen „weißgewaschen“. Sie bekommen hier belgische oder niederländische Ausweise und können dann nach Frankreich, Deutschland oder England exportiert werden. Wir wollten mehrere belgische Vermehrer besuchen um mit unseren eigenen Augen zu sehen, wie das funktioniert. In Zonhoven wollten wir keine Undercover Aufnahmen machen. Wir wollten einfach als interessierte Kunden einen Blick darauf werfen. Danach hätten wir den Züchter um ein Interview gebeten, falls uns bestimmte Dinge aufgefallen wären.“ sagt Kolbe. Die Journalistin wurde von einem Tonman, zwei Aktivisten von Vier Pfoten, einer Tierrechtsorganisation die seit Jahren den Welpenhandel aus Ost Europa anprangert, begleitet. Weil der Tonman seine teure Ausrüstung nicht im Auto lassen wollte, nahm er sie in einer Tasche mit hinein.
Schwanger
„Die Atmosphäre war erst ganz gemütlich“ sagt die Übersetzerin. „Der Inhaber war freundlich und sagte, wir können uns umschauen. Es waren auch noch andere Kunden dort zu der Zeit. Auf einmal sah ich in einer Box einen sehr jungen Welpen, zitternd vor Angst, neben einem totem Welpen. Ein Stück weiter sahen wir einen sterbenden Welpen.“ Die Frauen holten den Inhaber und baten darum, dem sterbenden Tier zu helfen. „Aber in dem Moment platzte er. Er began zu schreien und zu toben, beleidigte uns und schmiss uns unsanft raus“ sagt eine deutsche Aktivistin von Vier Pfoten, die lieber anonym bleiben möchte.
Die Journalistin Kati Kolbe war von selbst nach draußen geflüchtet. „Ich bin schwanger. Ich fühlte die Aggression ansteigen und wollte kein Risiko eingehen. Als der Inhaber unseren Tonmann mit der Tasche sah, dachte er, völlig unbegründet, dass wir was gestohlen hätten. Er probierte ihm die Tasche abzunehmen, aber unser Tonmann ließ die Tasche nicht los. Letztlich packte er ihn am Kragen und zog aus dem nichts eine Sichel womit er den Gurt der Tasche durchschnitt. Nach einigem hin und her (drücken und ziehen) landeten wir alle auf der Straße und riefen die Polizei“.
Kabel durchgeschnitten
Die Polizei aus Hasselt konnte die gestohlene Ausrüstung bei dem Zohnovener zurückholen, aber sie war irreparabel beschädigt. Das deutsche Fernsehteam schätzt den Schaden auf 10.000 Euro. „Der Vermehrer hatte alles in Wasser getaucht, alle Kabel abgeschnitten, die Speicherkarten entfernt und die Akkus zerstört“ sagt Kolbe. „Ich verstehe noch immer nicht was in den Mann gefahren ist. Hat er etwas zu verbergen?“
Die Reporter und die Aktivisten von Vier Pfoten zeigten den aggressiven Vermehrer an. Die Chance ist sehr groß, dass über diesen Vorfall auch in einer WDR Reportage berichtet wird. „Ich wusste, dass einige Vermehrer brutal und aggressiv sein können, aber ich hätte nie gedacht, dass wir auf der Polizeiwache enden.“ sagt Kolbe.
Brandvorschriften
Gestern kontaktierten wir den Zonhovener von der Zeitungsredaktion, um seine Version zu hören, doch er bestritt alle Vorwürfe. Der Zonhovener Hundezüchter/Händler hinter ikwilleenpuppy.be ist nicht unbekannt. Sein Betrieb verlor bereits 2014 für 3 Monate die Genehmigung, nachdem Kontrolleure mehrere Vergehen gegen das Tierschutzgesetz festgestellt hatten. Bei einer Kontrolle der Feuerwehr am 11. August wurde festgestellt, dass einige Bestimmungen nicht in Ordnung sind. „Das Bürgermeister- und Schöffenkollegium hat im September das Feuerwehrgutachten erhalten. Der Inhaber hat 3 Monate Zeit um alles in Ordnung zu bringen mit allen Brandvorschriften. Geschieht dies nicht, werden Schritte unternommen um ihm die Erlaubnis zu entziehen.“ sagt Bürgermeister Johnny De Raeve aus Zonhoven.

HBVL Artikel

26.09.2016 Update aus der Meeristation

30.08.2016 Wir nehmen Abschied von Speedy

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Speedys Leben sollte einfach nicht gut laufen. Sein Leben startete bei einem schlechten und verrufenem Züchter in der Nähe von Aachen. Er züchtet bevorzugt nach Optik, Gesundheit und Genetik sind bei ihm nebensächlich. Die Tiere aus seiner Zucht sind überzüchtet und sterben zumeist mit maximal 5 Jahren, neigen zu Tumoren und Erbkrankheiten.
Es ist oft zu einfach an ein Frettchen zu kommen. Jeder der sich selbst zum Frettchenhalter erklärt kann sich ohne Vorkenntnisse ein Frettchen kaufen. Der Markt boomt. So kam es auch zu Speedys Schicksal. Sein erster Halter sperrte den Schatz alleine in ein winziges Terrarium. Irgendwann verlor er das Interesse und verschenkte Speedy weiter. Er kam zu einem jungen Paar. Dort wurde er im Vogelkäfig gehalten, bis der Vermieter von Speedy erfuhr und die Auflage erteilte ihn abzugeben.
Der Mann gab Speedy seiner Mutter, die ihn aus Mitleid aufnahm. Das war die wohl schlimmste Zeit in seinem Leben. Sie ist eine ältere Frau und steckte ihn aus Unwissenheit in einen dunklen Keller. Dort vegetierte er einsam vor sich hin, bis sie uns um Hilfe bat.
Speedy hatte zum ersten mal Glück und gelangte so in eine private Frettchenauffangstation. Da wurde er das erste mal medizinisch versorgt, hatte Platz, gutes Futter und den für Frettchen so wichtigen Kontakt zu Artgenossen.
Schon beim ersten Tierarztbesuch wurde sofort klar, dass Speedy nicht mehr vermittelt werden kann. Er war todsterbenskrank. In einer Niere hatte er einen Tumor. Man hätte ihm die ganze Niere entfernen müssen. Das kam aber nicht infrage, weil seine andere Niere kaum noch gearbeitet hat und er so auch nicht überlebensfähig gewesen wäre.
Die schönste Zeit seines Lebens war ihm nur knapp 8 Wochen gegönnt. Der Tumor ist geplatzt und Speedy für immer eingeschlafen.
Speedy wurde etwa 3 Jahre alt. Früher lag die Lebenserwartung bei Frettchen bei 8-12 Jahre. Heute schaffen es viele nur 5 Jahre. Lasst Speedys Tod nicht sinnlos sein. Teilt seine Geschichte. Informiert euch bevor ihr euch ein Tier kauft ob ihr den Ansprüchen des Tieres gewachsen seid.
Der Markt und die Nachfrage nach Frettchen boomt. Je höher die Nachfrage, desto voller die Auffangstationen und das Leid.
Wäre die Nachfrage noch so groß wenn die Käufer wüßten, dass sie ein Frettchen allein nie glücklich machen und mindestens ein zweites brauchen. Das Frettchen keine Nager sondern kleine Räuber sind und entsprechendes Futter brauchen. Eine Käfighaltung für diese aktiven Tierchen große Qual bedeutet (abgesehen davon gehört kein Tier in einen Käfig ). Diese Tiere brauchen Beschäftigung und fürsorgliche Menschen. Es sind keine Tiere, die man sich eben einfach nebenbei hält. Selbst wenn ihr all das einem Frettchen bieten könnt, muss euch bewusst sein, dass ihr für einen frettchenerfahrenen Tierarzt oft etliche Kilometer fahren müsst, weil sich nicht viele mit diesen kleinen Exoten auskennen. Die Tierarztkosten können schnell bei weitem die Anschaffungskosten um ein vielfaches übersteigen.
Liebe Pflegemama, wir danken dir vom Herzen für deine Mühe, Liebe und Herzblut um Speedy einen schönen Lebensabend zu schenken. Wir sind keine Frettchenexperten aber du und Speedy haben uns einiges gelehrt.

13.06.2016 RIP Mona – Tod einer Vermehrerkatze

Mona ist eine von drei Vermehrerkatzen, die wir am 22.04.2016 aufgenommen haben – dies ist ihre traurige Geschichte:

Als sie ankam hatte sie Pilz, Durchfall und ein ganz schlechtes Blutbild und war ängstlich und zurückhaltend.
Den Pilz hat ihre Pflegemama dann gut in den Griff bekommen, der Durchfall hielt sich jedoch hartnäckig. Ansonsten taute sie langsam auf.
Es wurden verschiedene Kotuntersuchungen und eine Blutanalyse durchgeführt. Ihr wurde ein Futterplan erstellt und versucht ihre Darmflora aufzubauen.
Es war sehr hart zu sehen wie sie jeden Tag mit ihren Verdauungsproblemen zu kämpfen hatte.
Nachdem nicht absehbar war, dass es Mona mit der bisherigen Behandlung besser gehen würde, holten wir noch eine Zweitmeinung ein.
Leider gab es auch hier keinen Grund aufzuatmen 🙁
Die Ärztin hatte einen Bauchultraschall gemacht. In dem kleinen Körperchen stimmte organisch fast nichts mehr. Die Leber vergrößert, eine Niere nicht zu finden und an der Gebärmutter schien es auch Veränderungen zu geben. Sie schwitzte viel Flüssigkeit aus und die Lymphknoten waren auch alle vergrößert. Monas Zustand war sehr bedenklich und unsere Sorgen wuchsen weiter.
Nach dieser Untersuchung konnte nicht mehr ausgeschlossen werden, dass es auch FIP sein könnte. Die behandelnde Ärztin beriet sich mit einem Pathologen.
Es wäre auch noch denkbar gewesen, dass sie Krebs (vermutlich Leukämie) hat. So bitter es ist, aber das wäre in diesem Fall die bessere Lösung gewesen, weil sie damit noch ein paar Jahre hätte leben können.
Nach dem Gespräch mit dem Pathologen (Mona hatte davor die Woche ein Langzeitcortison bekommen) war klar, dass eine Biopsie gemacht werden muss. Um ganz sicher zu sein wie es um ihre Organe steht musste die Ärztin Mona aufmachen und konnte die Probe nicht über eine Punktion entnehmen. Dabei wurde ihr ein großes Stück (ca. 5 cm) vom Darm entnommen, um sicher zu stellen, dass ihr in jedem Fall evt. infiziertes/geschädigtes Gewebe entnommen wird. Dabei wurden auch alle Organe genauestens untersuchen, um zu sehen wie die Leber, die Nieren und die Veränderung an der Gebärmutter nun aussehen (auf dem Ultraschall war ja im Prinzip nichts außer der Milz o.k.).
Die Biopsie hatte Mona gut überstanden. Sie konnte wieder zurück zu ihrer Pflegemama.
Es wurden Proben aus dem Dünndarm, Dickdarm und den Darmlymphknoten entnommen. Außerdem von Galle und Leber. Ihre Leber war riesig und rundwandig und die Gallenblase sehr stark mit grün-brauner Flüssigkeit gefüllt. Die rechte Niere hypoplastisch (viel zu klein und verkümmert), die linke Niere normal groß. Monas Darmlymphknoten waren unnormal groß, der Dünndarm hypermotil und der Dickdarm stark flüssigkeitsgefüllt. Alle entnommenen Proben wurden eingeschickt und wir hofften, dass wir bald Klarheit haben und sie wieder gesund werden kann.
Mona hatte sich von der OP gut erholt. Ihr Appetit kam zurück und vom kuscheln kriegte sie auch nicht genug. Sie hatte die erste Nacht nach der OP friedlich in den Armen ihrer Pflegemama geschlafen. Die hatte allerdings vor Sorge kein Auge zubekommen 😉
Ihre Pflegemama stellte Monas Futter um. Nun bekam sie reines Kängurufleisch und Vitamin B12. Weil ihre OP sehr umfangreich war und Monas Bauch komplett geöffnet war bekam sie auch Metronidazol. Scheinbar tat ihr diese Kombi gut, denn der Kot von Mona war zum ersten Mal geformt. Für uns war das ein Hoffnungsschimmer und wir freuten uns über jeden positiven Schritt, den die Kleine machte, riesig.
Leider waren die Biopsieergebnisse von Mona niederschmetternd. Mona war schon todsterbenskrank. Sie hatte das unheilbare FIP Virus. Der Pathologe schätzte ihre Lebenserwartung auf etwa 4 Wochen. Ihre Pflegemama machte ihr mit allem was ihr möglich war eine schöne Zeit. Es war ein endgültiger Abschied auf Raten – ohne Wiedersehen.
Sie wurde ab dann mit hochdosiertem Cortison und Antibiotika behandelt. Mona saugte jede Zuwendung und Streicheleinheit regelrecht in sich auf.
Um Mona ihre Medizin schmackhaft zu machen war ihre Pflegemama kreativ und hatte nach einigen Versuchen endlich einen Weg gefunden: Streichkäse und Schinken war die Lösung. Die Kombi war Mona sehr wichtig, eins von beiden akzeptierte sie nicht 😉
Inzwischen sah man dann auch die Spuren der FIP. Ein stumpfes Fell und ein knochiger Körper. Sie hing aber noch sehr am Leben und genoß die Zeit mit ihrer Pflegemama.
Mona musste wieder zur Kontrolle zum Tierarzt. Sie hatte weiter abgenommen 🙁 Ihre Narbe von der Biopsie heilte schlecht und die Fäden konnten noch immer nicht gezogen werden. Dass ihr Zustand trotz allem noch so stabil war, war dem Cortison zu verdanken. Wir ahnten, dass der Abschied immer näher rückt. Die Ärztin hat uns versichert, dass sie keine Schmerzen hat. Wir waren und einig ihren Zustand nicht bis zum Schluss ausreizen. Es sollte nicht dazu kommen dass sie leidet. Ab jetzt kann es jeden Tag Abschied heißen 🙁
Heute nun ist der Tag gekommen – wir haben den Kampf gegen die FIP verloren. Mona durfte kein Jahr alt werden. Ihre Seele wird uns noch lange begleiten, vergessen werden wir Mona nie!
Ihre Pflegemama hat sie bei ihren letzten leisen Schritten begleitet, hat ihren Wunsch nach Freiheit und Unbeschwertheit erfüllt. Sie durfte in wenigen Wochen Liebe und Trost erfahren, Streicheleinheiten und Pflege – ein sauberes Umfeld. Durfte die Sonne kennenlernen und weiche Bettchen. Mona bekam alles was ihr in ihrem traurigen Start ins Leben verwehrt blieb. Doch das Leben ist so ungerecht, denn es war leider viel zu kurz 🙁
Liebe Mona, wir trauern um dich und danken dir, dass wir an deinem Leben teilhaben durften und du uns so viel gelernt hast.
Neben der Trauer kommt in uns unsagbare Wut auf. Der Vermehrer, aus dessen Fängen wir Mona gerettet haben, wurde schon mehrfach verurteilt, weil er u.a. FIP-infizierte Katzen ohne schlechtes Gewissen verkauft hat. Es hatte nie ernsthafte Konsequenzen (außer Schadensersatzzahlungen) und er kann ungestört weiter machen. FIP ist eine hochansteckende Krankheit und bei Ausbruch immer tödlich, vor allem junge und geschwächte Katzen sind sehr gefährdet, können sich auch schon über die Mutter infizieren. Wie kann es sein, dass die Behörden hier einfach zuschauen, wie ein skrupelloser Vermehrer die Krankheit weiter massenhaft verbreitet durch den Verkauf kranker Tiere?
Bereits am 08.05.2016 mussten wir Mogli, den wir am 24.03. vom gleichen Vermehrer übernommen hatten, gehen lassen. Auch bei ihm wurde FIP vermutet.
Nun sind Mona und Mogli auf tragische Weise wieder vereint…

Wer uns bei den entstandenen Kosten für Mona helfen möchte:

Tierhilfe Belgien VZW
Fortis Bank
IBAN:BE14 0017 0532 6583
BIC: GEBABEBB

PayPal: info@tierhilfe-belgien.de

Verwendungszweck: Mona

31.05.2016 Spendenaufruf für Meeri-Freilaufgehege

Die Sommersaison geht los und davon sollen auch unsere Schützlinge profitieren.
Wir möchten den Meerschweinchen in unserer Meeri-Notstation die Möglichkeit geben an die frische Luft zu können. Dafür benötigen wir ein ausbruchsicheres Freilaufgehege.
Es würde die Lebensqualität der Meeris um ein vielfaches erhöhen. Jedes von ihnen hatte sein Päckchen zu tragen und kam mit seiner eigenen traurigen Geschichte.
Wer hilft uns diesen Traum für die Meeris zu verwirklichen? Ihnen zu zeigen wie schön und lebenswert das Leben sein kann!
Das Wunschobjekt hat die Maße von 330×103×103 und kostet 157,50€
Wer hat auch ein Herz für Meeris und unterstützt unser Projekt?
Alternativ würden wir uns freuen wenn jemand so ein Gehege noch verstaubt im Keller oder auf dem Speicher findet.

Tierhilfe Belgien VZW
Fortis Bank
IBAN:BE14 0017 0532 6583
BIC: GEBABEBB

PayPal: info@tierhilfe-belgien.de

Verwendungszweck: Kleintiergehege

23.05.2016 Vierzig Hunde sterben bei einem Brand beim Vermehrer

Beim Vermehrer Meerle Dogs BVBA (http://www.meerledogs.be/) in Meerle hat ein schwerer Brand 40 Hunde das Leben gekostet.
Die Feuerwehr konnte 3/4 der 160 Hunde noch rechtzeitig retten. Der Betreiber wurde erst letzte Woche zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt wegen der Entsorgung von chemischen Drogenabfällen im Naturgebiet Ekerse Putten.
Die Feuerwehr wurde gegen 15:00 Uhr zu einem Stallbrand am Voort in Meerle gerufen. Als die Feuerwehr eintraf stellte sich heraus, dass es um eine Hundezucht ging die in zwei ehemaligen Schweineställen von 50 Meter Länge untergebracht war. Das Feuer brach in einem Vorraum der ersten Halle aus. Vermutlich das Büro, wo auch Hundefutter gelagert wurde. „Wir fingen an das Feuer von vorne zu löschen, gleichzeitig hat sich ein 2. Team von hinten über die erste Halle nach vorne durchgearbeitet. So war nach 2 Stunden alles unter Kontrolle. Wir konnten ungefähr 3/4 der Hunde retten“ berichtet Hauptmann Jef van Acoom von der Feuerwehr Taxandria. „Leider sind ungefähr 40 Hunde durch den Brand umgekommen“.
Ein Teil der Hunde, die im ersten Stall saßen, konnten noch rechtzeitig flüchten, sie wurden hinterher in den zweiten Stall gebracht. In der Zwischenzeit ließ die Polizei über das BIN-Netzwerk und Radio Aufrufe vor möglicher Asbestgefahr warnen. Nachbarn mussten Türen und Fenster geschlossen halten und auch der Weg zwischen Minderhout und Meerle und der Radweg wurden einige Zeit gesperrt.
Die Brandursache ist nicht bekannt. Durch die Asbestgefahr konnte der Brandermittler gestern nichts untersuchen. Ob Asbest in dem Dach war, wird heute erst geprüft. Es wurden keine Menschen bei dem Brand verletzt.
Der Betreiber von Meerle Dogs BVBA ist Jimmy D., er wurde letzte Woche Mittwoch durch einen Richter in Antwerpen zu sieben Jahren Gefängnis für das Entsorgen von Drogenabfällen verurteilt (DVGT).
http://www.hln.be/regio/nieuws-uit-hoogstraten/veertig-honden-komen-om-in-kennelbrand-a2712757/

09.05.2016 RIP kleiner Mogli

Wir mussten gestern Abend wieder einen schweren Verlust erleiden. Unser tapferer Mogli hat den Kampf verloren. Er war so schwach und konnte die Torturen, die er als ehemalige Vermehrerkatze durchlebt hatte, einfach nicht mehr aufholen. Seine Pflegemama hat alles gegeben, sehr viel Liebe, Zeit und Kraft in seine Pflege gesteckt. Aber manchmal reicht Liebe einfach nicht aus und die Folgen der Vergangenheit sind stärker. Mogli, du hinterlässt eine große Lücke. Es ist so ungerecht. Du solltest es noch so schön haben und viele tolle Dinge erleben. Die einzigen schönen Tage in deinem viel zu kurzen Leben hattest du bei deiner Pflegemama – wir hätten dir noch so viel mehr gewünscht.

11.04.2016 Durchsuchung beim Vermehrer in Hapert

Am Montag hat die niederländische Polizei zusammen mit der NVWA eine Durchsuchung beim Vermehrer Puppy Point in Hapert durchgeführt.
Es handelt sich hier um einen der berüchtigtsten Vermehrer, der schon seit Jahren im großen Stil betrog, totkranke Welpen verkaufte, teils mit erblichen Erkrankungen und der wütende Käufer bedrohte.
Bei der Durchsuchung wurden Datenträger, Waffen, illegale Tiermedikamente und eine sehr große Summe Bargeld beschlagnahmt. Bei 89 importierten Welpen entsprachen die Papiere nicht den niederländischen Gesetzen.
Die Vereinigung Broodfokkers en Handelaars moeten verboden worden haben immer wieder Beschwerden mit entsprechenden Beweisen gegen diesen Betrieb eingelegt – endlich haben die Behörden gehandelt.
Nun können wir nur hoffen, dass die Strafe entsprechend ausfällt, nachdem offensichtlich ist mit welch illegalen Mitteln hier betrogen wurde, dazu kommt der Waffenbesitz und der Besitz verbotener Medikamente. Auch bleibt zu hoffen, dass der Tierarzt, der diese Medikamente besorgt hat ebenfalls hart bestraft wird.
Vor allem hoffen wir, dass die Menschen endlich kapieren, dass man keine Hunde beim Vermehrer kauft und dass auch die anderen Händler, die über Puppy Point Welpen bezogen haben endlich aufhören!

03.04.2016 98 Vermehrerhunde vom Tierheim St. Truiden übernommen

Nachdem der belgische Vermehrer Just Dogs BVBA in Kasterlee, Belgien, am 24.03. selbst Insolvenz anmeldete ließ er über 400 ehemalige Zuchthunde zurück. Der beauftragte Insolvenzverwalter stellte schnell fest, dass keinerlei Mittel mehr vorhanden sind um die Hunde weiterhin zu füttern und zu versorgen.
Nach enormen öffentlichen Protesten wurde dann seitens Minister Ben Weyts die weitere Versorgung der Hunde zugesichert und nun durften alle ihr Gefängnis verlassen, sie wurden von verschiedenen belgischen Tierheimen übernommen. Leider waren auch einige der schlechteren Tierheime dabei, die bekannt dafür sind, schnell zur Todesspritze zu greifen, wenn ein Hund krank ist und/oder problematisch.
Das Tierheim St. Truiden, mit dem wir seit langem zusammen arbeiten und das seit vielen Jahren Erfahrung mit ehemaligen Vermehrerhunden hat, hat insgesamt 98 dieser Hunde übernommen.
Sie müssen nun alle tierärztlich versorgt werden. Hierfür werden immense Kosten anfallen. Wer helfen mag, überweist bitte auf das Konto des Tierheimes direkt:
Dierenasiel Sint Truiden
IBAN: BE55001494270044 BIC : GEBABEBB
Vermerk: Kasterlee
Auch Produkte zur Entwurmung und gg. Flöhe sind herzlich willkommen.

Um den ehemaligen Betreiber muss sich übrigens niemand Sorgen machen, er hat über eine Million Schulden beim Finanzamt hinterlassen und lässt auch alle Kunden, deren Prozesse wg. des Verkaufs kranker Welpen noch liefen, leer ausgehen.
Im Hintergrund hatte er schon lange vorgesorgt durch die Gründung einer neuen Firma: BVBA Dogs Unlimted Belgium, die davor unter BVBA Amvisto firmierte. Die noch brauchbaren Hunde (Just Dogs hatte eine Genehmigung für über 1000 Zuchthunde) sind vermutlich schon umgesiedelt, jedenfalls befanden sich unter den 400 zurück gelassenen Hunde keinerlei Welpen mehr, und auch die Konten waren entsprechend geräumt.

Im März geht es wieder nach Griechenland

Viele wissen bereits, dass wir uns auch Griechenland und seinen tierischen Notfällen sehr verbunden fühlen. Unsere 2. Vorsitzende Melanie Reissmann fliegt mehrmals im Jahr nach Griechenland, um dort aktiv anzupacken und die Projekte, die wir dank eurer Hilfe ermöglichen können, zu betreuen. In all den Jahren sind dort schon viele Freundschaften unter uns Tierschützern entstanden und dadurch konnte viel erreicht werden.
In wenigen Wochen geht die Reise wieder in das schöne Urlaubsland mit vielen armen und bedürftigen Tierseelen.
Jetzt gibt es natürlich einiges zu organisieren und vorzubereiten. Die Tierschutzreise dauert 12 Tage und 3 tolle, wichtige Projekte werden besucht und tatkräftig unterstützt.
Da wäre Rania Breta in Larissa. Sie ist ein Tierschutzengel vor Ort, die in ihrem kleinen Shelter mehr als genug zu tun hat. Auch Mike in Samos der besser bekannt ist als Greek Cat Rescue und natürlich Spyros Koymoylas und seinen vergessenen Samoshunden wollen wir helfen.
Helft ihr uns dabei?
Kontakt für alle weiteren Infos:
melanie@tierhilfe-belgien.de

Weitere Infos findet ihr hier

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Kennwort Griechenland-Reise